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Rooibos - Honeybush Tee

Rooibos - Rotbusch-Tee

Rooibos oder Rotbusch (Aspalathus linearis)

Der in Südafrika beheimatete Rooibos bzw. Rotbusch wächst als unkultivierte Pflanze, zu einem niedrigen Strauch von etwa 1,5 Meter Höhe. In der Kultur erreicht der Busch eine Höhe zwischen 0,5 bis 1,0 Meter. An den Zweigen der Pflanze bilden sich dünne Ästchen mit an Kiefernnadeln erinnernde, weiche Blätter.

Geschichte des Rotbusch-Tees

Anfang des 20. Jahrhunderts, brachte ein russischer Teehändler den Rooibos-Tee von seinen Reisen aus Südafrika mit. Bald war der Handel auch in Europa so erfolgreich, dass der Bedarf mit wildem Rooibos allein nicht gedeckt werden konnte. Um 1930 wurden erste Methoden entwickelt, um den Rooibos erfolgreich zu kultivieren. Rund 20 Jahre später ließ jedoch eine Überproduktion, die bis dahin stabilen Preise einbrechen. In der Folge gründete sich das staatliche Redbos Tea Control Board, welches die Aufgabe übernahm, Hygiene, Menge und Qualität beim Rooibos-Anbau zu kontrollieren und zu lenken. Heute ist das Redbos Tea Control Board in privater Hand und fördert in Zusammenarbeit mit der Universität in Stellenbosch, die Rooibos-Forschung.

Herkunft und Anbau

Der Rooibos wächst nur in den Zederbergen, etwa 200 Kilometer nördlich von Kapstadt. Zur Teeherstellung verwendet man ausschließlich die Art Aspalathus linearis. Der Anbau erfolgt in der Trockenland-Methode, das heißt die Bewässerung geschieht nur auf natürlichem Wege. Zur Vorbereitung auf den Anbau von Rotbusch, werden die Böden zunächst mit Roggen und danach mit Hafer eingesät. Im dritten Jahr ist der Boden reif, für die Bepflanzung mit Rooibos-Setzlingen. Die erste Ernte erfolgt nach 18 Monaten, zwischen Januar und Mai. Von einer Pflanze kann bis zu sieben Jahre geerntet werden, danach stirbt der Strauch ab. Nach dieser Zeit, braucht der Boden einen erneuten Fruchtwechsel mit Roggen und Hafer. Überwiegend erfolgt der Ernteschnitt noch immer von Hand. Durch die folgende Fermentierung erhält der Rooibos seine dunkle, rotbraune Färbung. Zum Abschluss wird der Rooibos auf zehn Prozent Restfeuchte getrocknet und mittels Heißluftbehandlung vor Schädlingsbefall geschützt. Hochwertige Rooibos-Tees enthalten drei bis vier Millimeter lange Nadeln und Stiele, kleinere Ast- oder Rindenstückchen beeinflussen die Qualität nicht.

Rooibos Tee - Rotbusch


Inhaltsstoffe und Wirkung von Rooibos

Im Gegensatz zu vielen anderen Teesorten, enthält Rooibos-Tee nur wenig Gerbstoffe und kein Koffein. Das nimmt diesem Tee den bitteren Geschmack, er entzieht dem Körper kein Wasser und nach dem Genuss, gibt es keine Einschlafprobleme. Rooibos-Tee enthält, neben ätherischen Ölen, unter anderem Eisen, Fluor, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium und Zink. Viele dieser Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf den Stoffwechsel des menschlichen Körpers aus. Dem Rooibos-Tee wird eine leicht antibakterielle Wirkung nachgesagt.

Zubereitung von Rotbusch-Tee

Pro Tasse übergießt man einen Teelöffel Rooibos-Tee mit kochendem Wasser und lässt ihn zwischen drei und fünf Minuten ziehen. Ähnlich dem grünen Tee, kann der Rooibos bis zu dreimal wieder aufgegossen werden. Der Tee lässt sich auch hervorragend wieder aufwärmen, ohne dass er sein Aroma verliert. Je nach Geschmack, lässt sich Rooibos-Tee mit Honig, Milch oder Sahne verfeinern.